Geheimtipp: Der Trödelmarkt

Nicht jeder Kunsthandwerker und Volkskünstler kann sich eine eigene Ausstellungsfläche leisten oder will sich in die Hände von Galeristen begeben und dann auch noch Kommission abtreten. Deswegen versuchen die meisten Künstler ihre Werke selbst an den Mann oder die Frau zu bringen. Das kann entweder durch Veranstaltungen wie Kunstmessen geschehen, oder aber durch regelmäßige Märkte. Ein Geheimtipp für alle, die sich fürs Kunsthandwerk interessierten, ist der Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni. Er findet von März an jeden Sonntag statt und jeder der etwas zu verkaufen hat, kann dort auch ausstellen.

Die Macher aber appelllieren vor allem an Kunsthandwerker, sich zu beteiligen, denn sie wollen dem Markt einen besonderen Charme verleihen. Um ihn von einem reinen Flohmarkt abzugrenzen hat man schon der Vergangenheit Künstler angesprochen, ihre Werke dort zur Schau zu stellen. Und das ist auf fruchtbaren Boden gestoßen. Mittlerweile findet man über den ganzen Markt verteilt Kunsthandwerk in unterschiedlichen Formen. Viele Stände haben zum Beispiel Keramiken oder Tonarbeiten, manches davon als Dekorationsstück, viele aber auch als handgefertigte Gebrauchsgegenstände wie Türschilder oder Schlüsselbretter.

Komplette Bandbreite des Kunsthandwerks

Natürlich kann man aber auch Bilder finden, die meisten entsprechend dem Ort über Berlin, gemalt in unterschiedlichsten Techniken. Andere Künstler nehmen Stoff als Material und machen daraus Tragetaschen mit kunstvollen Motiven oder aber auch Kinderspielzeug in bunten Farben. Beliebt ist auch handgeschnitztes oder angefertigtes Holzspielzeug, vor allem wenn es etwas origineller ist als das was man im Laden kaufen kann.

Originalität ist wichtig und deshalb achten die Veranstalter auch darauf, dass am Trödelmarkt keine industrielle Massenware verkauft wird. So will man die Qualität und den besonderen Charme des Marktes sichern.

Der Eintritt zum Markt ist übrigens frei, es gibt auch genügend Parkplätze und Toiletten auf dem Gelände. Wer nach dem Stöbern hungrig geworden ist kann sich an einem der vielen Imbissständen verköstigen – zum Beispiel mit einer handgemachten Berliner Currywurst.