Das Internationale Folk Festival in Santa Fe

Die Welt der Volkskunst, oder zumindest die in den USA, versammelt sich einmal im Jahr in Santa Fe, um am International Folk Art Festival teilzunehmen. Es findet am Museum Hill statt und in den drei Tage, die das Fest dauert, werden 150 Künstler erwartet. Besonders stolz ist man, dass mit Dr. Muhammad Yunus ein Nobelpreisträger den Ehrenvorsitz übernommen hat. Yunus hat den Friedensnobelpreis für seine Arbeit im Bereich Mikrofinanzierungen bekommen.

Das erste Mal fand die Ausstellung im Jahr 2006 statt, als sich 36 Künstler versammelten und handgemachte Kunst aus der ganzen Welt präsentierten. In 2018 präsentiert sich das Festival als einer der größten Volkskunstevents, mit Teilnehmern aus 53 Ländern.

In einer Sonderausstellung mit dem Namen Innovation Inspiration werden 28 Künstler zeigen, wie volkstümliche Kunst über die Wahl der Materialien und Techniken in ein modernes Umfeld gebracht werden kann.

Viele Künstler kommen immer wieder

In den 15 Jahren seines Bestehens hat das Festival über 1000 Künstler aus 98 Ländern gesehen. Es wurden 28 Millionen Dollar durch Verkäufe von Kunstwerken erzielt, und 90 Prozent davon gingen direkt an die Künstler. Damit werden weltweit über eine Millionen Menschen versorgt oder beeinflusst. Jedes Jahr kommen etwa 223.000 Besucher, die – so hat man errechnet – eine Kaufkraft von 142 Millionen US-Dollar haben.

Viele Künstler kommen immer wieder, wie Serge Jolimeau aus Haiti, der bislang jedes Jahr dabei war. Er präsentiert Folk Art aus Metall, die meisten Stücke sind aus alten Ölfässern hergestellt. Mit dem Verkauf seiner Arbeiten unterstützt er zu Hause einige Menschen aus Familie und Nachbarschaft.

Nilda Callañaupa Álvarez kommt aus Peru und bedient sich einem Netzwerk aus Weberinnen, die noch die alten Techniken beherrschen und ihre selbst entworfenen Muster zu hochwertigen Textilien machen. Gleiches gilt für die Initiative Ock Pop Tok aus Laos, bei der ebenfalls traditionelle und moderne Muster miteinander verwoben werden.

Das Festival wird von einer Gemeinschaft organisiert und ist nicht profitorientiert.