An David Mather kommt man nicht vorbei

Wer einmal nach Santa Fe kommt, der hat die Stadt nicht gesehen, wenn er oder sie nicht in der Galerie war, die David Mather betreibt. Die Institution wird seit 30 Jahren von ihm und seiner Familie betrieben und ist bekannt für seine Ausstellungen von indianischer Volkskunst, der Folk Art.

Den Schwerpunkt bieten Arbeiten des Navajo-Stammes, der Oaxacan und mexikanische Volkskunst. Der Laden ist einfach zu finden, er liegt an der Ecke von Lincoln Avenue und Marcy Street. Man kann aber auch einfach einen Passanten fragen, die meisten kennen die Davis Mather Folk Art Gallery.

An Ausstellungsstücken mangelt es nicht. Einige sind schon sehr alt, wie die Skulptur eines Tigers oder eines Pandabären – und interessant schon deshalb weil diese Tiere natürlich nicht in Amerika vorkommen. Viele der Kunstwerke überschreiten in Ausdruck und Fertigung auch die Schwelle der Volkskunst und könnten auch in einem klassischen Museum oder einer Galerie gezeigt werden.

Vögel und Schlangen

Die Arbeiten der neueren mexikanischen Volkskunst zeigen ebenfalls Skulpturen und zwar aus Stein gehauene Vögel, Krokodile, Schildkröten. Frösche und Füchse, die dann kunstvoll bemalt wurden.

Aus Tec Nos Pas Arizona stammen einige sehr liebevoll gefertigte Vögel, die an Paradiesvögel erinnern, auf einem runden Stück Holz stehen und äußerst bunt bemalt sind. Tec Nos Pas ist eine kleine Stadt in der Navajo Indianer leben. Es gibt 800 Einwohner die in 182 Familien oder alleine leben. Sie verdienen sich mit der Volkskunst zum Teil ihren Lebensunterhalt.

Eine weitere Besonderheit der Mather Galerie sind die vielen Schlangen. Es sind so viele, dass ihnen eine eigene Wand gewidmet wurde. Schlangen spielen in den Mythen der Indianer eine große Rolle und sind deshalb auch immer wieder in der Kunst zu finden. In der Galerie sind die meisten Schlangen aus Holz oder aus Stein angefertigt, manche sind aber auch aus Stoff genäht und dann befüllt. Besucher können auf jeden Fall eine farbenfrohe Wand erwarten.